Zur Frage, die alle noch immer stellen: Ist es sicher? Ja.

Ja, und die Belege hinter dieser Antwort sind so solide wie es nur geht. Kreatin ist eines der am besten erforschten Sportnahrungsergänzungsmittel. In mehreren Studien einer Metaanalyse aus dem Jahr 2024 und über Jahrzehnte umfassenderer Kreatinforschung hinweg wurden bei gesunden Erwachsenen keine klinisch relevanten unerwünschten Ereignisse verzeichnet.

Die Sorge um Nierenschäden, die Kreatin seit den Neunzigern begleitet hat, wurde nie durch eine groß angelegte klinische Studie am Menschen belegt, und eine Metaanalyse aus dem Jahr 2025 im BMC Nephrology formulierte es klar: Zwar erhöht Kreatin das Serumkreatinin, aber das ist ein Stoffwechselnebenprodukt und kein Warnsignal. Die glomeruläre Filtrationsrate, das eigentliche Maß für die Nierenfunktion, bleibt vollständig unbeeinträchtigt.

Was den Haarausfall betrifft, fand eine randomisierte kontrollierte Studie aus dem Jahr 2025, die erste, die speziell zur Untersuchung dieser Frage konzipiert wurde, keine signifikanten Unterschiede bei DHT-Werten, Haardichte oder Follikelanzahl zwischen Kreatinnutzern und der Placebogruppe.

Der Mythos hat schließlich keinen Platz mehr zum Verstecken.

Allerdings existiert kein Nahrungsergänzungsmittel im Vakuum, und Kreatin bildet keine Ausnahme zur sinnvollsten Regel im Wellness-Bereich: Kenne zuerst deinen eigenen Körper. Während die Belege seine Sicherheit bei gesunden Erwachsenen klar unterstützen, sollte jeder mit vorbestehenden Nierenerkrankungen, Lebererkrankungen oder einer persönlichen oder familiären Vorgeschichte von Stoffwechselstörungen vor Beginn der Supplementierung seinen Arzt konsultieren. Dasselbe gilt, wenn du schwanger bist, stillst oder derzeit verschreibungspflichtige Medikamente einnimmst. Kreatin kann mit bestimmten Medikamenten interagieren, darunter nephrotoxische Mittel und Diuretika, und diese Überschneidung verdient ein Gespräch mit einem Mediziner. Wenn du während der Einnahme zu irgendeinem Zeitpunkt etwas Unerwartetes oder Ungewöhnliches bemerkst, höre auf und suche Rat.

Dies ist kein Vorbehalt, der aus Angst geboren wurde, sondern der Sorgfaltsstandard, den jeder informierte Verbraucher sich selbst gegenüber anwenden sollte. Die Wissenschaft ist beruhigend. Deinen individuellen Kontext kann nur dein Arzt einschätzen.